Ratsinformationssystem und digitales Sitzungsmanagement

Quelle: Waldeckische Landeszeitung / Lokales / 19.12.18

 

FDP-Antrag: Stadt Lichtenfels prüft Ratsinformationssystem und digitales Sitzungsmanagement

 

Lichtenfels. Durch Digitalisierung Geld sparen und den Bürgern schneller Informationen zukommen lassen - das würde die FDP-Fraktion im Lichtenfelser Stadtparlament gern erreichen. Im Januar hatte die FDP-Fraktion einen Antrag zur Digitalisierung von Verwaltung und Politik eingereicht - einstimmig haben die Stadtverordneten nun beschlossen, mehr Informationen aus der Praxis einzuholen und im Investitionshaushalt 2021 Mittel für eine Umsetzung bereitzustellen.

Die FDP-Fraktion hatte angefragt, inwieweit eine ausschließlich digitale Gremienarbeit auf der Basis eines Ratsinformationssystems möglich sei und den Magistrat beauftragt, zu erkunden, wie hoch mögliche Einsparungen im Vergleich zu den bisherigen Kopier-, Druck- und Versandkosten sind.

Softwarepflege und Tablets

Als zweiten Schritt sollte die E-Government-Strategie für die Verwaltung folgen: Wie können Anträge digital empfangen, weiter verarbeitet, beschieden und archiviert werden? Derzeit stellt die Lichtenfelser Stadtverwaltung alle Unterlagen in Papierform und per Post zur Verfügung. Vorbild für die Digitalisierung der Verwaltung soll ein Ratsinformationssystem und Online-Antragsportal sein, das zum Beispiel die Stadt Volkmarsen bereits eingeführt hat. Darüber haben Mitarbeiter der Stadt sich informiert, außerdem das Sitzungsmanagement-Programm „ekom21“ unter die Lupe genommen, erklärte Bürgermeister Uwe Steuber in der November-Sitzung der Stadtverordneten. Nach Aussagen des Rathauschefs fanden die Systeme Anklang, der Arbeitsaufwand der Verwaltung könne deutlich gekürzt werden. Doch die Einführung eines Ratsinformationssystems erfordere neben dem Erwerb des Programms und einer fortlaufenden Softwarepflege auch die Anschaffung von Tablets oder iPads und einen WLAN-Zugang in den Dorfgemeinschaftshäusern, damit Tischvorlagen auch kurz vor Sitzungsbeginn noch heruntergeladen, durchgelesen und bearbeitet werden könnten. Möglich sei eine jährliche Ersparnis von rund 450 Euro, allerdings sei die Anschaffung der Software und mobilen Endgeräte nicht eingerechnet.

Mehr Infos aus der Praxis

Mehr Informationen aus der Praxis sollen in den kommenden zwei Jahren ein genaueres Bild über Möglichkeiten und Kosten schaffen. Eckhard Schnatz, CDU-Fraktionsvorsitzender: „Man muss sich dem Thema stellen, aber auch abwägen und die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten: Die Veränderung muss Vorteile für Bürger und Nutzer bringen“, sagte er. (md)